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Flusskreuzfahrt vermietung Hauts-de-France - 2 Flusskreuzfahrten

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Durchschnittliche Bewertung in Hauts-de-France: 5 von 5 basierend auf 6 Bewertungen.

Wir haben 2 Flusskreuzfahrten in Hauts-de-France, Mit einer Summe von 10 Nächte Mit Preisen die von $572 bis $2859 reichen Pro Nacht.

Wo Geschichte auf dem Wasser treibt: Die überraschenden Reize von Hauts-de-France vom Boot aus

Stell dir vor, du gleitest durch eine Landschaft, in der flämische Belfriede über mittelalterlichen Städten thronen, weiße Kreidefelsen auf den Ärmelkanal treffen und uralte schwimmende Gärten seit über 2.000 Jahren ganze Städte versorgen. Willkommen in Hauts-de-France, der nördlichsten Region Frankreichs und einem der faszinierendsten, aber oft unterschätzten Ziele Europas für einen Hausboot- oder Flusskreuzfahrturlaub.

Eine Region im Herzen Europas

Hauts-de-France erstreckt sich über rund 31.813 Quadratkilometer und macht etwa 5,8 % der Fläche Frankreichs aus. Die Region entstand 2016 aus dem Zusammenschluss der früheren Regionen Nord-Pas-de-Calais und Picardie und umfasst fünf Départements: Aisne, Nord, Oise, Pas-de-Calais und Somme. Sie grenzt im Norden an Belgien, im Westen an den Ärmelkanal und die Normandie, im Osten an Grand Est und im Süden an die Region Île-de-France.

Mit etwa 188 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Hauts-de-France nach der Île-de-France die zweitdichtest besiedelte Region im französischen Mutterland. Die Hauptstadt Lille ist ein lebendiges kulturelles und wirtschaftliches Zentrum, bekannt für ihre flämisch geprägte Architektur und ihre lebhaften Festivals.

Die Landschaft ist erstaunlich vielfältig und reicht von sanften Hügeln über Küstenabschnitte und Wälder bis hin zu einem dichten Netz an Wasserwegen, das die Region besonders attraktiv für Hausbootfans macht.

Warum dein nächster Urlaub auf den Wasserwegen von Hauts-de-France stattfinden sollte

Ein Tempo, das zu dir passt

Allein die beiden Départements Nord und Pas-de-Calais verfügen über rund 500 Kilometer schiffbare Wasserwege. Flüsse und Kanäle werden hier seit Jahrhunderten genutzt und bilden die perfekte Infrastruktur für entspanntes Reisen mit dem Boot. Über das französische Binnenwassernetz kannst du sogar vom Ärmelkanal aus bis tief in den Süden des Landes fahren.

Unschlagbare Erreichbarkeit

Für Gäste aus Großbritannien, Deutschland, Belgien, Luxemburg, der Schweiz und darüber hinaus ist Hauts-de-France hervorragend erreichbar. Über den Eurotunnel ist die Region direkt mit dem Vereinigten Königreich verbunden und liegt nur 35 Kilometer von England entfernt. Calais ist ein wichtiger Fährhafen mit häufigen Verbindungen nach Dover. Zusätzlich verbinden Hochgeschwindigkeitszüge die großen Städte der Region mit Paris, London und Brüssel.

Eine lebendige Bühne aus Kultur und Geschichte

Die Region ist stark vom flämischen Erbe geprägt, was sich unter anderem in den zahlreichen UNESCO-geschützten Belfrieden zeigt. Diese städtischen Glockentürme, die sich von Burgtürmen und Kirchtürmen unterscheiden, wurden zwischen dem 11. und 17. Jahrhundert errichtet und dienten als Wachtürme, Gefängnisse und Statussymbole. Architektonisch beeindruckt Hauts-de-France zudem mit sechs der schönsten Kathedralen Frankreichs, darunter Amiens, Beauvais, Laon, Soissons, Senlis und Saint-Quentin.

Deine Route planen: Was du vor der Reise wissen solltest

Die richtige Jahreszeit

Dank des milden ozeanischen Klimas eignen sich Frühling bis Herbst ideal für eine Bootstour. In den wärmeren Monaten ist die Atmosphäre lebendiger, Cafés haben länger geöffnet und es gibt mehr Aktivitäten. Im Sommer kannst du in der Somme-Bucht Seehundbabys beobachten, im September findet mit der Braderie de Lille der größte Flohmarkt Europas statt.

Unterwegs auf den Wasserwegen

Die schiffbaren Wasserwege von Hauts-de-France werden von Voies Navigables de France (VNF) verwaltet, der französischen Wasserstraßenbehörde mit Sitz in Béthune. VNF betreut landesweit rund 6.700 Kilometer Wasserwege, darunter 3.800 Kilometer Kanäle und 2.900 Kilometer schiffbare Flüsse mit insgesamt 1.595 Schleusen. Bei der Routenplanung solltest du beachten, dass einzelne Abschnitte zeitweise gesperrt sein können. Ein Blick auf die aktuelle Befahrbarkeit lohnt sich daher immer.

Lokale Küche zum Genießen

Hauts-de-France ist bekannt für seine bodenständige und herzhafte Küche. Zu den regionalen Klassikern zählen Carbonnade flamande (Rindfleisch in Bier geschmort), Moules-frites (Muscheln mit Pommes), Welsh (Käsetoast mit Ei) und Ficelle picarde (herzhaft gefüllter Pfannkuchen). Berühmt ist die Region außerdem für ihre Käsesorten wie Maroilles und Mimolette sowie für gutes Bier, Waffeln und Chicorée.

Stilvolle Highlights, die einen Umweg wert sind

Die schwimmenden Gärten von Amiens: Les Hortillonnages

Eines der zauberhaftesten Geheimnisse der Region sind die Hortillonnages von Amiens. Auf 300 Hektar erstrecken sich schwimmende Gärten, durchzogen von 65 Kilometern Kanälen, ganz in der Nähe des historischen Zentrums. Diese einzigartige Gartenlandschaft wurde über Generationen von sogenannten Hortillons geprägt und reicht vermutlich bis in die Römerzeit zurück. In Frankreich ist dieser Ort einzigartig und im nationalen Denkmalverzeichnis eingetragen.

Die bewirtschafteten Parzellen, sogenannte Aires, sind durch kleine Kanäle getrennt, die im picardischen Dialekt Rieux heißen. Noch heute bearbeiten etwa ein Dutzend Familien das Land und verkaufen ihre Ernte jeden Samstagmorgen auf dem traditionellen Marché sur l'Eau im Viertel Saint-Leu.

Saint-Leu: Das kleine Venedig von Amiens

Das Viertel Saint-Leu wird oft als das kleine Venedig des Nordens bezeichnet. Kanäle, Kopfsteinpflaster und bunte Fachwerkhäuser prägen das Bild. Entstanden ist das Viertel im Mittelalter, als Wasser und Mühlen die Energie für Weber, Färber, Gerber und Müller lieferten. Heute teilen sich Galerien, Buchläden, Boutiquen und Antiquitätengeschäfte die schmalen, farbenfrohen Häuser, die neues Leben bekommen haben.

Der Louvre-Lens: Weltklassekunst ohne Gedränge

Der Louvre-Lens wurde im Dezember 2012 eröffnet und liegt in der Stadt Lens, etwa 200 Kilometer nördlich von Paris. Herzstück des Museums ist die Galerie du Temps, eine 3.000 Quadratmeter große, offene Ausstellungsfläche mit über 200 Leihgaben aus dem Pariser Louvre. Die Werke reichen vom 4. Jahrtausend v. Chr. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Museum wurde auf einem ehemaligen Zechengelände errichtet, vom japanischen Architekturbüro SANAA entworfen und 2013 mit dem Architekturpreis Équerre d'Argent ausgezeichnet. Der Eintritt zur Galerie du Temps ist kostenlos.

Kathedrale von Amiens: Gotische Größe

Die Kathedrale Notre-Dame d'Amiens gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eine der größten gotischen Kathedralen Frankreichs. Sie ist sogar höher als Notre-Dame de Paris. Ihre monumentale Architektur und die detailreichen Skulpturen machen sie zu einem absoluten Muss.

Fünf besondere Erlebnisse abseits der Klassiker

1. Wilde Seehunde in der Somme-Bucht beobachten

Die Baie de Somme ist die größte Flussmündung Frankreichs und Heimat der größten Seehundkolonie des Landes. Rund 400 Seehunde und etwa 100 Kegelrobben leben hier. Die Bucht trägt seit 2011 das Label Grand Site de France und zählt mit ihrem Naturschutzgebiet und der Anerkennung durch die RAMSAR-Konvention zu den schönsten Buchten der Welt.

Der beste Ort zur Beobachtung ist die Pointe du Hourdel bei Ebbe. Empfohlen wird ein Abstand von mindestens 300 Metern, um die geschützten Tiere nicht zu stören. Geführte Wanderungen, Kajaktouren und Bootsausflüge sorgen für unvergessliche Naturerlebnisse.

2. Ein Märchenschloss in Pierrefonds entdecken

Das Château de Pierrefonds liegt in der gleichnamigen Gemeinde im Département Oise, am südöstlichen Rand des Waldes von Compiègne. Ursprünglich im 14. Jahrhundert für den Herzog von Orléans erbaut, wurde es im 19. Jahrhundert unter der Leitung des Architekten Eugène Viollet-le-Duc aufwendig restauriert und neu gestaltet.

Das Schloss diente als Kulisse für zahlreiche Filme und Serien, darunter Der Glöckner von Notre Dame, Eselshaut, Die Besucher, die Serie Merlin und Luc Bessons Die Jungfrau von Orleans. Auch Walt Disney ließ sich von Pierrefonds inspirieren, unter anderem für Dornröschen, Cinderella und Schneewittchen.

3. Entlang der weißen Klippen von Cap Blanc-Nez wandern

Cap Blanc-Nez ist ein echtes Naturjuwel an der Opalküste. Die Kreidefelsen ragen bis zu 135 Meter hoch und bieten spektakuläre Ausblicke auf den Ärmelkanal. Zusammen mit Cap Gris-Nez gehört das Gebiet seit 2011 zum geschützten Grand Site des Deux Caps, das für seine Landschaft und Artenvielfalt bekannt ist.

An klaren Tagen kannst du bis zu den weißen Klippen von Dover auf der englischen Küste sehen. Auf dem Gipfel erinnert ein Denkmal an die Dover Patrol und ehrt über 2.000 französische und britische Soldaten, die im Ersten Weltkrieg die Meerenge verteidigten.

4. Mit der historischen Dampfeisenbahn rund um die Somme-Bucht fahren

Der Chemin de Fer de la Baie de Somme ist eine historische Dampfbahn, die von Cayeux-sur-Mer nach Le Crotoy fährt und in Saint-Valery-sur-Somme sowie Noyelles-sur-Mer hält. Die Strecke verläuft direkt entlang der Bucht und bietet herrliche Ausblicke auf Felder und Salzwiesen. Eine wunderbar nostalgische Art, diese Küste zu entdecken.

5. Das Internationale Gartenfestival von Amiens besuchen

Jedes Jahr von Juni bis Oktober verwandeln sich die Hortillonnages während des Internationalen Gartenfestivals von Amiens in eine Open-Air-Galerie. Landschafts- und Kunstinstallationen verteilen sich über die Inseln und lassen sich bequem mit dem Elektroboot erkunden. Über 50 Gärten und Kunstwerke erwecken das Herz der Hortillonnages zum Leben und zeigen Arbeiten von Künstlern aus aller Welt.

Regionale Spezialitäten und lokale Genüsse

  • Carbonnade flamande: Rindfleisch in regionalem Bier geschmort, ein deftiger Klassiker
  • Moules-frites: Muscheln mit Pommes, perfekt nach einem Tag auf dem Wasser
  • Ficelle picarde: Überbackener Crêpe mit Pilzen, Schinken und Schalotten
  • Maroilles und Mimolette: Zwei der bekanntesten Käsesorten der Region
  • Tarte au sucre: Süßer Hefekuchen, ideal zum Nachmittagskaffee
  • Waterzoï: Huhn oder Fisch in cremiger Brühe, ein flämischer Klassiker
  • Gâteau battu: Luftiger Kuchen aus der Somme, ähnlich einer Brioche

Auf den Spuren des flämischen Erbes

Die Architektur der Region ist stark von flämischen Traditionen geprägt und spiegelt die historische Nähe zu Belgien und den Niederlanden wider. Flämische Häuser säumen die großen Marktplätze von Städten wie Arras und Lille. Auch Arras und Lens zeigen diesen Einfluss deutlich in Architektur und Küche.

Früher war das Gebiet in mehrere Provinzen unterteilt, darunter die Picardie rund um Amiens, Saint-Quentin, Boulogne und Calais, Flandern rund um Lille und Dünkirchen sowie Artois rund um Arras, Lens und Béthune. Diese historischen Unterschiede sind bis heute geografisch, kulturell und wirtschaftlich spürbar.

Ein Land des Gedenkens

Hauts-de-France nimmt einen wichtigen Platz in der Geschichte ein, da hier einige der bedeutendsten Schlachten des 20. Jahrhunderts stattfanden. Die Region war Zentrum der verlustreichsten Offensiven der Westfront im Ersten Weltkrieg, darunter die Schlacht an der Somme, die Schlacht von Arras und Vimy Ridge.

Heute zieht der Erinnerungstourismus Besucher aus aller Welt an, die Gedenkstätten wie das Thiepval Memorial to the Missing oder das Canadian National Vimy Memorial besuchen. Besonders die ehemaligen Schlachtfelder der Picardie stehen im Fokus stiller und nachdenklicher Reisen.

Leinen los für dein Abenteuer in Hauts-de-France

Eine Hausboot- oder Flusskreuzfahrt durch Hauts-de-France bietet dir die seltene Gelegenheit, Nordfrankreich in einem Tempo zu erleben, das echte Entdeckungen zulässt. Von den schwimmenden Gärten von Amiens über die Seehunde der Somme-Bucht bis hin zu Märchenschlössern und erstklassigen Museen zeigt sich diese Region all jenen, die bereit sind, auf dem Wasser zu reisen.

Buche jetzt deine Flussreise und lass dich von den sanften Strömungen von Hauts-de-France durch Jahrhunderte voller Geschichte, Kultur und Natur tragen, die die meisten Reisenden nie entdecken.

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