Durchschnittliche Bewertung in Auxerre: 4.9 von 5 basierend auf 8 Bewertungen.
Wir haben 2 Flusskreuzfahrten in Auxerre, Mit einer Summe von 14 Nächte Mit Preisen die von $4197 bis $7900 reichen Pro Nacht.
Mitten im burgundischen Weinland ist Auxerre einer der bestgehüteten Geheimtipps Frankreichs für Fans von Hausboot- und Flusskreuzfahrten. Diese bezaubernde Stadt an der Yonne, rund 150 km südöstlich von Paris und 120 km nordwestlich von Dijon, ist das perfekte Tor zum legendären Canal du Nivernais und zur umliegenden Landschaft. Seit 1995 als „Stadt der Kunst und Geschichte“ ausgezeichnet, verbindet Auxerre mittelalterlichen Charme mit entspanntem Flussflair wie kaum ein anderer Ort.
Auxerre liegt am Zusammenfluss der Yonne und des Canal du Nivernais und eignet sich ideal als Start- oder Zielpunkt für eine Hausbootreise. Die Stadt befindet sich bei etwa 47,8° nördlicher Breite und 3,57° östlicher Länge und genießt ein gemäßigtes Klima mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von etwa 11,5 °C. Der Juli ist mit rund 20 °C der wärmste Monat, der Januar liegt im Schnitt bei 3,6 °C. Die Niederschläge sind über das Jahr moderat verteilt, der April gilt als trockenster Monat. Perfekte Bedingungen zum Cruisen von Frühling bis Herbst.
Der Canal du Nivernais, oft als „Canal Jardin“ bezeichnet, erstreckt sich über 174 Kilometer durch eine der ursprünglichsten Landschaften Frankreichs. Diese Wasserstraße ist bis heute erstaunlich unberührt und blieb über Jahrhunderte von Industrie und Urbanisierung verschont. Sie verbindet das Seine-Becken mit der Loire und führt vorbei an sanften Weinbergen, Kalksteinfelsen und Dörfern, die wie aus der Zeit gefallen wirken.
Statt Hektik und Zeitdruck erlaubt dir eine Hausbootreise, den echten Rhythmus des ländlichen Frankreichs zu erleben. Der gepflegte Treidelpfad entlang des Kanals lädt zu Spaziergängen oder Radtouren zwischen den Schleusen ein. Du entdeckst versteckte Ecken Burgunds in deinem eigenen Tempo, umgeben von üppigem Grün, historischen Orten und charmanten Dörfern, die zum entspannten Erkunden einladen.
Der Abschnitt des Canal du Nivernais im Auxerrois ist als „Vineyard Stop“ bekannt, da sich hier zahlreiche Weindörfer aneinanderreihen. Du fährst an mit Reben bedeckten Hügeln vorbei und hast einfachen Zugang zu einigen der besten Weinlagen Burgunds. Nur 16 Kilometer östlich von Auxerre liegen die weltberühmten Chablis-Weinberge mit ihren herausragenden Weißweinen aus 100 Prozent Chardonnay, der hier schon seit der Römerzeit angebaut wird.
Der Canal du Nivernais ist von April bis Oktober befahrbar und verfügt über insgesamt 116 Schleusen. Die Strecke wechselt zwischen künstlichem Kanal und natürlichem Flusslauf der Yonne und sorgt so für abwechslungsreiche Landschaften. In einigen Abschnitten werden die Schleusen noch mit traditionellen Holzbalken bedient, was dir einen authentischen Einblick in die Geschichte des Kanals gibt. Ursprünglich wurde er gebaut, um Brennholz aus dem Morvan nach Paris zu transportieren, und 1843 nach sechzigjähriger Bauzeit eröffnet.
Die meisten Hausbootreisen ab Auxerre kombinieren entspanntes Cruisen am Vormittag oder Nachmittag mit ausreichend Zeit für Landgänge. Typische Routen führen südwärts entlang der Yonne durch Weindörfer wie Vincelles, Saint-Bris-le-Vineux und Irancy bis ins mittelalterliche Clamecy, das wegen seiner Lage am Zusammenfluss von Yonne und Beuvron oft als „Stadt der schönen Spiegelungen“ bezeichnet wird.
Die markanten Felsen von Les Saussois bei Merry-sur-Yonne bilden eindrucksvolle Kalksteinformationen, die bei Kletterern beliebt sind. Wenn du es ruhiger magst, wanderst du einfach nach oben und genießt den Panoramablick. Die bis zu fünfzig Meter hohen Steilwände bringen überraschende Dramatik in die sonst sanfte Landschaft.
Vom Wasser aus bietet Auxerre eines der fotogensten Stadtbilder Frankreichs. Drei beeindruckende Kirchen ragen über die Fachwerkhäuser hinaus: die Kirche Saint-Pierre, die Kathedrale Saint-Étienne und die Abtei Saint-Germain. Die gotische Kathedrale, deren Bau 1215 begann, gilt als Meisterwerk und steht den großen Kathedralen Nordfrankreichs in nichts nach. Besonders berühmt ist sie für ihre Portalskulpturen und die prachtvollen Glasfenster aus dem 15. und 16. Jahrhundert, eine der schönsten erhaltenen Sammlungen des Landes.
Unter der Abtei Saint-Germain befinden sich Krypten mit Fresken aus den Jahren 841 bis 857, die ältesten Kirchenfresken Frankreichs. Sie überlebten, weil sie über Jahrhunderte überputzt waren und erst 1927 wiederentdeckt wurden. Kunstwerke, die sonst nur aus illuminierten Handschriften bekannt sind.
Der Tour de l’Horloge aus dem 15. Jahrhundert dient als historisches Stadttor und zeigt sowohl eine Sonnen- als auch eine Monduhr in auffälligen Ocker- und Goldtönen. Seit seiner Errichtung schlägt er die Stunden und bildet bis heute das Herz der Altstadt.
Der Clos de la Chaînette ist einer der ältesten belegten Weinberge Frankreichs und wurde bereits im 7. Jahrhundert im Testament des Bischofs Saint Vigile erwähnt. Dieser ummauerte Weinberg liegt mitten in Auxerre, umfasst rund 4 Hektar und ist der einzige noch produzierende Weinberg innerhalb der Stadtgrenzen. Heute gehört er dem örtlichen Krankenhauszentrum und bringt Weine unter der Appellation Bourgogne Côtes d’Auxerre hervor. Führungen sind möglich. Es handelt sich um die älteste Weinparzelle Burgunds, älter als die berühmten Lagen bei Beaune.
Südlich von Auxerre liegen die Caves Bailly Lapierre in ehemaligen unterirdischen Kalksteinbrüchen auf vier Hektar Fläche. Seit 1972 produziert hier eine Genossenschaft aus 71 Winzern Crémant de Bourgogne, der unter ähnlichen Bedingungen wie Champagner reift. Führungen und Verkostungen sind auch auf Englisch möglich, die Temperatur liegt ganzjährig bei konstanten 12 °C.
Bei Vincelles geben die Steinbrüche von Aubigny Einblick in eine unterirdische Welt, aus der Kalkstein für prestigeträchtige Gebäude wie die Pariser Oper gewonnen wurde. Ein oft übersehener Ort, der spannende Einblicke in das industrielle Erbe und das Handwerk der Region bietet.
Guillaume Joseph Rousselle, besser bekannt als Cadet Roussel, war ein Gerichtsvollzieher des 18. Jahrhunderts mit exzentrischem Charakter und auffällig dekoriertem Haus. Seine Beliebtheit führte 1792 zu einem Lied, das so bekannt wurde, dass es von Soldaten übernommen wird und bis heute in französischen Schulen gesungen wird. Eine Statue von François Brochet steht auf dem Place Charles Surruge, und Messingpfeile im Boden führen dich zu den Orten seines Lebens. Ein skurriler Rundgang, den kaum ein Tourist kennt.
Für ein echtes lokales Erlebnis besuchst du die Péniche d’Auxerre, ein schwimmendes Restaurant mit Dachterrasse und frischer, moderner Küche direkt auf dem Wasser. Abends finden an den Ufern bei der Scène des Quais Theateraufführungen und Konzerte auf Lastkähnen statt. Ein perfekter Abschluss für einen besonderen Tag.
Auxerre und seine Umgebung stehen für typisch burgundische Küche:
Für gehobene Küche sorgt das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant L’Aspérule unter der Leitung des japanischen Küchenchefs Keigo Kimura, der klassische französische Gerichte modern interpretiert.
Die Region Auxerrois bietet mehrere charakteristische Appellationen:
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Auxerre erreichst du von Paris aus in etwa 1,5 Stunden über die A6. Der Bahnhof Auxerre-Saint-Gervais bietet Zugverbindungen nach Paris, Dijon, Corbigny und Avallon.
Die Saison für Hausbootreisen reicht von April bis Oktober. Besonders angenehm ist es vom späten Frühling bis in den frühen Herbst. Im Sommer ist es wärmer, ideal für Spaziergänge und Essen im Freien.
Bequeme Schuhe sind ein Muss für Kopfsteinpflaster und Treidelpfade. Kleidung zum Schichten ist sinnvoll, ebenso Sonnenschutz für die Zeit an Deck. Eine Kamera solltest du auf keinen Fall vergessen.
Auxerre besteht aus drei historischen Vierteln: Quartier Saint Pierre, Quartier de la Marine und Quartier de l’Horloge. Jedes hat seinen eigenen Charakter. Das Viertel an der Yonne erinnert an die Zeit, als der Fluss den Wohlstand der Stadt sicherte. Fast die gesamte Altstadt mit 67 Hektar steht unter Denkmalschutz.
Enge Gassen, alte Stadttore, kleine Plätze mit steinernen Brunnen und knarrende Fachwerkhäuser schaffen eine Atmosphäre, in der Geschichte spürbar wird. Besonders schön ist die ansteigende Rue Fécauderie mit ihren kunstvoll geschnitzten Holzbalken.
Von Auxerre aus erreichst du viele lohnende Ziele:
Eine Hausbootreise durch Auxerre schenkt dir etwas Seltenes: Zeit. Während die Landschaft Burgunds gemächlich vorbeizieht, die Schleusen sich heben und senken wie seit Jahrhunderten und hinter jeder Biegung neue Weindörfer auftauchen, verstehst du, warum diese Art zu reisen seit Jahrzehnten so geschätzt wird.
Buche jetzt deine Hausbootreise und lass Auxerre dir seine Geschichte, seine Küche und seine Natur in einem Tempo zeigen, das echte Entdeckungen möglich macht.